EnEV online

Eins steht fest, Energie sparen ist notwendig und nützlich. Denn durch clevere Energieeinsparung werden unsere knappen Ressourcen, das Klima und Ihr Geldbeutel geschont. Und an dieser Stelle greift die Energiesparverordnung. Auf Grundlage des Energieeinsparungsgesetzes formuliert es für Bauherren bautechnische Standardanforderungen. Das Ziel: Ein möglichst flächendeckenden klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050. Genaue Anforderungen hierzu werden in der EnEV 2014 und EnEV 2016 formuliert, damit das Ziel des Energiesparens für Wohngebäude, Bürogebäude und Betriebsgebäude praktisch umgesetzt werden kann. Hier finden Sie alle Informationen zu EnEv online.

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Ab dem 1. Januar 2016 gilt die EnEV 2016, die einige Verschärfungen und Änderungen bedeutet. Hier finden Sie alle Infos zu EnEV online.

EnEv was ist das?

In der Energiesparverordnung, deren neueste Fassung die EnEV 2016 ist, setzt sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Klima- und Energiepolitik das Ziel, den Primärenergiebedarf durch bestimmte bauliche Maßnahmen zu verringern. Das betrifft sowohl die Wärmedämmung als auch die Verbesserung der Effizienz von Heizungs- und Klimaanlagen, Belüftung und Beleuchtung. Die Energiesparverordnung 2016 betrifft Wohn- und Bürogebäude sowie einige Industriegebäude. Hier finden Sie Details zu den letzten Energiesparverordnungen, kurz EnEV online.

Energieausweis mit Taschenrechner.

Die EnEV 2014 konkretisiert die Regeln für Gebäudestandards und den Energieausweis. Foto: ehuth / pixelio.de

Bei der Energiesparverordnung setzt die Bundesregierung Mindeststandards, die bei der Dämmung und beim Betrieb der Anlagentechnik befolgt werden müssen. Diese Maßnahmen sind bereits seit 2002 geltendes Recht. Seinerzeit löste die Energiesparverordnung die vorher geltende Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagenverordnung ab und fasste ihre Anforderungen zusammen.

Was Heißt enev 2014?

Für Neubauten werden die Anforderungen beim Jahres-Primärenergiebedarf um 25 Prozent steigen. Das bedeutet, dass ab dem Inkrafttreten der EnEV 2014 neue Gebäude mindestens 25 Prozent weniger Energie für Heizung, Kühlung, Beleuchtung und Belüftung aufwenden dürfen als vergleichbare Gebäude ähnlicher Bauart. Gleichzeitig muss die Wärmedämmung um 20 Prozent verbessert werden. Ab 2021 sollen auch in der deutschen Energiesparverordnung der EU-Niedrigstenenergiegebäudestandard gelten bzw. angewendet werden.

Alte Heizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden (bisher vor 1978) müssen ausgetauscht werden. Ausgenommen davon sind Niedrigtemperaturkessel und Brennwertkessel mit hoher Effizienz. Die Pflicht zum Austausch besteht auch nicht bei Heizungsanlagen in ein- und Zweifamilienhäusern, in denen mindestens eine Wohnung selbst bewohnt wird. Wird ein solches Haus jedoch verkauft, muss der neue Eigentümer die Heizung innerhalb von 2 Jahren nach Erwerb der Immobilie austauschen.

Eine weitere wichtige Neuerung der EnEV 2014 betrifft den sogenannten Energieausweis. Dieser war bis jetzt in der Energiesparverordnung 2009 zwar auch schon vorgeschrieben, musste aber lediglich auf Verlangen vorgelegt werden. Seit Inkrafttreten der Energiesparverordnung 2014 ist der Vermieter oder Eigentümer verpflichtet, dem neuen Käufer oder Mieter den Energieausweis entweder im Original oder als Kopie zu übergeben. Die Energieausweise in Form eines sogenannten Bandtachos werden nach und nach durch Energieeffizienzklassen, wie man sie schon von Haushaltsgeräten kennt, abgelöst. Die günstigste Klasse trägt die Kennzeichnung A+, die schlechteste ist die Klasse H.

Werden neue Energieausweise nach dem Inkrafttreten der Energiesparverordnung 2014 ausgestellt, müssen die energetischen Kennwerte auch in Inseraten zum Verkauf oder Vermietung der entsprechenden Immobilie angegeben werden. An nicht öffentlichen Gebäuden mit hohen Pumblikumsverkehr wie zum Beispiel Kaufhäuser, Banken oder Hotels muss der Energieausweis öffentlich und gut sichtbar ausgestellt werden. Die Anforderungen der Energiesparverordnung in der Novelle EnEV 2014 werden schrittweise umgesetzt, um die Belastungen für Eigentümer und Käufer in erträglichen Grenzen zu halten.

Werden im Rahmen der EnEV 2014 Sanierungs- und Baumaßnahmen nötig, können diese zum Teil staatlich gefördert werden.

Was ist Enev 2016?

Ab dem 1. Januar 2016 wurden die bisher bestehenden Vorgaben der Energiesparverordnung 2014 durch Inkrafttreten der neuen EnEV 2016 weiter verschärft. Die Neuerungen greifen vor allem hinsichtlich der energetischen Beschaffenheit von Neubauten. Hier finden Sie alle Neuerungen seit dem 1. Januar 2016 auf einem Blick.

EnEV 2016 und die Dämmung

Eine maßgebliche Neuerung betrifft die Dämmung der Gebäudehülle. Denn ab dem 1. Januar 2016 muss sie im Vergleich zu vorherigen Energiesparverordnung um weitere 20% verbessert werden. Maßstab hierbei ist der Transmissionswärmeverlust Ihres neuen Wohnhauses.

Der Primärenergiebedarf – das ist neu

Der Grenzwert für den Primärenergiebedarf wurde mit der EnEV 2016 ebenfalls verschärft. Hierbei ist neu, dass der Grenzwert anhand eines bestimmten Referenzhauses bestimmt wird. Dieses Referenzhaus besteht aus einem maßgeschneiderten virtuellen Beispielhaus, das in Puncto Baumaße, Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung an das tatsächliche Gebäude angepasst ist. Der Höchstwert für den Primärenergiebedarf für das neue  Bauvorhaben wurde im Zuge der neuen Verordnung um 25 Prozent verringert.

enEV online – Und die Kosten?

Um die neuen Standards zu erreichen, die ab dem 1. Januar 2016 gelten, sollten Sie mit Kostensteigerungen von circa 2 Prozent pro Wohneinheit rechnen. Eine Investition, die sich doch in jedem Fall lohnt. Denn die Nachfrage für energetisch qualitativ hochwertige Bauprojekte ist bereits sehr hoch und wird weiter steigen. Da sind sich die Experten sicher.